5. Etappe des Ith-Hils-Wegs – Auf dem Thüster Berg unterwegs 27.07.2025

Trotz angekündigtem Dauerregen wagte ich mich am Sonntag mit der Wandergruppe des Heimatvereins Delligsen auf die nächste Etappe. Der Himmel blieb zwar wolkenverhangen, aber zu unserer Freude blieb es die ganze Wanderung über trocken – bei schwülen Temperaturen um die 16 bis 18 Grad.

Routenverlauf der 5. Etappe vom Thüster Berg nach Marienhagen

Start in Salzhemmendorf

Wie gewohnt trafen wir uns am Tennisplatz in Delligsen und bildeten Fahrgemeinschaften. Startpunkt der Wanderung war der Parkplatz an der Ith Sole Therme in Salzhemmendorf. Von dort begann unser Aufstieg auf den Thüster Berg.

Zwischen Wald und Klippen: der Alte Steinbruch Bockshorn

Schon kurz nach dem Start tauchten wir in den ersten schattigen Waldabschnitt ein. Dann öffnete sich der Weg zu den sonnigen Trockenrasenflächen des Alten Steinbruchs Bockshorn – ein lebendiger Kontrast zur geschlossenen Baumlandschaft. Mit moosüberzogenen Kalkfelsen und besonderen Pflanzenarten wie Fransen-Enzian und Stendelwurz ist dieses ehemalige Abbaugebiet heute ein ökologisch wertvolles Relikt aus der Kalksteingeschichte der Region.

Die ehemalige Steinstätte ist zudem ein beliebter Anlaufpunkt für Kletterer und Kletterinnen: Es existieren zahlreiche Kletterrouten an steilen Felswänden, die gern als Herausforderung und landschaftliches Highlight angenommen werden.

Alter Steinbruch Bockshorn
Offene Flächen am Alten Steinbruch Bockshorn

Durch die Hexenküche und über den Klippenweg

Nach dem Steinbruch ging es wieder in den Wald, wo der Weg schmaler und abwechslungsreicher wurde. Wurzeln und Felsen forderten unsere Aufmerksamkeit. Schon vor der Hexenküche gerieten wir ordentlich ins Schwitzen – ein schweißtreibender Anstieg führte uns durch das markante Felslabyrinth mit seinen moosüberzogenen Blöcken.

Danach ging es weiter über den Klippenweg, der uns über den Kantstein zu markanten Felsformationen führte. Einige nutzten einen auffälligen Felsvorsprung als natürliche Aussichtsplattform mit weitem Blick ins Land.

Mit Drahtseil gesichert durch die Felsen der Hexenküche
Aussicht am Kantstein

Rast am Lönsturm

Am Lönsturm angekommen, legten wir eine ausgiebige Rast mit Brotzeit ein. Der 26 m hohe Aussichtsturm steht auf dem Gipfel des Kansteins, der höchsten Erhebung des Thüster Berges mit 441 m über NN. Er wurde 1928 zu Ehren von Hermann Löns errichtet und später zweimal erhöht, um den Blick über die umliegenden Baumkronen zu ermöglichen.

Wer die 141 Stufen bis zur Plattform erklimmt, wird mit einem großartigen Rundblick über das Weser-Leine-Bergland belohnt – bei klarer Sicht bis zum Harz (Brocken) oder sogar zum Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald. Auch ein Gästebuch und Sitzgelegenheiten im Sockelbereich laden zum Verweilen ein. Kein Wunder, dass der Turm zu den Highlights dieser Etappe zählt.

Verwurzelt im Hang – Buchen im steilen Gelände
Treppenfoto am Lönsturm

Abstieg nach Marienhagen

Der Abstieg führte uns auf ruhigen Waldwegen hinunter nach Marienhagen, wo wir zuvor ein Fahrzeug zum Rücktransport geparkt hatten. Zum gemütlichen Abschluss des Wandertages kehrten wir noch im Leine-Café Heydenreich in Brüggen ein – mit schöner Atmosphäre und köstlichen, hausgemachten Torten.

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