Sohlwanderung – unterwegs auf dem Hils-Kammweg 21.12.2025
Die 105. Sohlwanderung führte mich in diesem Jahr gemeinsam mit der Wandergruppe des Heimatverein Delligsen auf den Großen Sohl. Wie immer fand sie am 4. Advent statt – ein fester Termin im Wanderkalender vieler Menschen aus der Region.
Start am Von-Langen-Platz
Gestartet sind wir am Morgen auf dem Wanderparkplatz Von-Langen-Platz an der L484. Von hier aus ging es direkt auf den Hils-Kammweg, der uns hinauf in Richtung Großer Sohl führte. Schon zu Beginn herrschte eine angenehme Stimmung in der Gruppe – beste Voraussetzungen für diese traditionsreiche Wanderung.
Auf dem Kammweg zum Großen Sohl
Der Weg führte uns stetig bergauf durch den Wald. Der Hils-Kammweg beeindruckt mit seinen tollen Naturwegen, und immer wieder öffneten sich schöne Ausblicke in die Landschaft. Genau diese Mischung aus ruhigen Waldabschnitten, Weite und gemeinschaftlichem Unterwegssein macht diesen Weg für mich so besonders.
Eine erste Rast legten wir an der Feuerschneisenhütte ein, bevor wir unseren Weg fortsetzten.


Begegnungen auf dem Weg
Je näher wir unserem Ziel kamen, desto mehr Wanderer begegneten uns – meist in kleinen Gruppen, aus verschiedenen Richtungen unterwegs. Man spürte deutlich: Heute zieht es viele Menschen hinauf auf den Großen Sohl. Die Wege wurden voller, und die Vorfreude auf das Ankommen war überall zu spüren.
Ankommen auf dem Großen Sohl
Am Wilhelm-Raabe-Turm angekommen, herrschte bereits reger Betrieb. Der Platz war gut gefüllt, es gab warme und kalte Getränke sowie Bratwurst. Doch im Mittelpunkt standen – wie jedes Jahr – die Begegnungen.
Bekannte treffen, kurz innehalten, ein paar Worte wechseln – das gehört zur Sohlwanderung einfach dazu. Für mich gab es hier einen ganz besonderen Moment: Ich traf völlig überraschend meinen Sohn mit seiner Familie – eine schöne und unerwartete Begegnung.


Natürlich durften auch die festen Programmpunkte nicht fehlen: die Turmrede, die Kranzniederlegung am Gedenkstein für Wilhelm Raabe und die musikalische Begleitung durch den Musikzug der FFW Grünenplan, die der Veranstaltung einen würdigen Rahmen gab.


Eine besondere Begegnung am Raabeturm
Am Raabeturm gab es in diesem Jahr außerdem einen Sonderstempel. Dort kam ich mit Wolfgang Wahrhausen aus Duingen ins Gespräch. Mir fielen sofort die zahlreichen Abzeichen an seinem Rucksack auf. Auf meine Nachfrage erzählte er mir, dass er diese innerhalb von nur elf Monaten gesammelt hatte – eine beeindruckende Leistung.
Die Stempel gehören zu einer Wanderaktion der Solling-Vogler-Region, bei der an verschiedenen Stationen Stempel gesammelt und später gegen Abzeichen eingetauscht werden können. Für viele Wanderer ist das ein zusätzlicher Anreiz, die Region immer wieder neu zu Fuß zu entdecken.


Rückweg in entspannter Runde
Nach einiger Zeit machte ich mich gemeinsam mit meinen Wanderfreunden Susanne, Anne, Heike und Rolf-Henning auf den Rückweg. Wir wählten erneut den Hils-Kammweg und waren ehrlich gesagt ganz froh, dass es diesmal überwiegend bergab ging. In entspannter Stimmung ließen wir die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren.


Eine lebendige Tradition
Die Sohlwanderung ist für mich jedes Jahr mehr als nur eine Wanderung. Sie verbindet Bewegung, Natur, Geschichte und Gemeinschaft – und zeigt, wie lebendig diese Tradition bis heute ist. Auch die 105. Sohlwanderung war dafür ein schönes Beispiel.

