Wasser, Wege und Begegnungen – eine Essenszeit-Wanderung 30.08.2025


Am Samstag habe ich gemeinsam mit Gerda an einer besonderen Veranstaltung der KulturRegionale teilgenommen: einer kleinen „Essenszeit“-Wanderung von den Apenteichquellen bei Winzenburg zum Hof Luna in Everode. Etwa 20 Teilnehmende hatten sich an den Quellen eingefunden, wo uns die Organisatorinnen Josephine und Maren begrüßten. Gleich zu Beginn konnten wir das klare Quellwasser probieren – frisch und belebend.

Nach einer kurzen Kennenlernrunde hielt der Geologe Wulf Grube einen spannenden Vortrag über Böden und das Thema Wasser. Dabei wurde deutlich, wie eng unsere Lebensqualität mit gesunden Böden und sauberem Wasser verknüpft ist.

Apenteichquellen bei Winzenburg
Begrüßung durch Josephine und Maren

Begegnungen unterwegs

Bei „Essenszeit“ geht es nicht nur um das gemeinsame Essen, sondern auch darum, miteinander ins Gespräch zu kommen. Unterwegs sollten sich deshalb immer zwei Menschen, die sich noch nicht kannten, zusammentun. Jedes Paar erhielt einen Zettel mit dem Anfang einer kleinen Geschichte, die gemeinsam zu Ende „gesponnen“ werden sollte.

Meine Partnerin war Annette – wir hatten schnell eine Idee für unsere Geschichte und kamen darüber hinaus ins angeregte Gespräch.

Station am Feuchtbiotop

Unser Weg führte uns zum Feuchtbiotop bei Everode, das allerdings wegen der Trockenheit gerade ausgetrocknet war. Normalerweise ist dies ein idyllischer Ort – doch auch so bot er Raum für eine kleine Pause. Hier gaben uns die Organisatorinnen Impulse zum Nachdenken und Philosophieren. Wir sollten uns fragen, welche Menschen den „Fluss unseres Lebens“ geprägt oder beeinflusst haben. Diese Anregung führte zu stillen Momenten und persönlichen Gesprächen, die die Wanderung noch einmal auf eine besondere Weise bereicherten.

Unterwegs durch den Sackwald
Station am Feuchtbiotop bei Everode

Ankunft am Hof Luna

Schließlich erreichten wir den Hof Luna. Im Innenhof der alten Hofstelle bereitete Beate am Lehmbackofen alles für das gemeinsame Essen vor. Das Feuer brannte bereits, und bald konnten wir frisch gebackenen Flammkuchen und knackigen Salat genießen. Auf Bänken und Tischen saßen wir zusammen, tranken Wasser – wer wollte mit Sirup verfeinert – und erlebten eine entspannte, gesellige Zeit.

Handarbeit am Hof Luna – der Flammkuchen nimmt Gestalt an
Gemeinsames essen im Innenhof des Hofs Luna

Ein abenteuerlicher Rückweg

Nach einer Weile machte ich mich zusammen mit Gerda, Birgit und Martina auf den Rückweg nach Winzenburg. Wir wollten nicht den gleichen Weg wie auf dem Hinweg nehmen, sondern diesmal die Route unterhalb des Waldes, in der Hoffnung auf schöne Ausblicke ins Umland.

Zunächst führte uns der Weg ein Stück durch den Wald, doch an einer Abzweigung entschieden wir uns für den rechten Pfad – der allerdings schon nach kurzer Strecke im Gestrüpp endete. Also wurde es abenteuerlich: Wir kraxelten querfeldein bergauf, bis wir wieder auf einen anderen Weg stießen. Dieser erwies sich als schmaler Pfad, ganz anders als der breite Forstweg auf dem Hinweg – für mich eine willkommene Abwechslung. Und tatsächlich bot sich uns bald auch die erhoffte Weitsicht über die Landschaft. Schließlich erreichten wir wieder unsere Autos am Waldrand bei Winzenburg.

Querfeldein durchs Gelände
Ausblicke auf dem Rückweg

Fazit

Die Essenszeit-Wanderung hat auf wunderbare Weise Natur, Kulinarik und Begegnung miteinander verbunden. Für mich war es ein Tag voller Gespräche, Entdeckungen und kleiner Abenteuer – und ein schönes Beispiel dafür, wie gemeinsames Erleben Menschen zusammenbringt.

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Gerda Bartel
    2. September 2025 9:12

    Ein wirklich wunderbares Erlebnis, und auch so toll beschrieben mit den Fotos.
    Dank an Bärbel, die das so gut beschrieben hat, mit all dem Wissen, den Gefühlen…

    Antworten

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